Freitag, 13. Juli 2007

Geschafft! Wir sind Millionaere!!!!

Zeit fuer ein Update wuerde ich mal sagen! Jetzt gibts erstmal Infos bezueglich unserer bisherigen Reiseroute, fuer alle die gerne auf der Landkarte schaun wo wir so sind oder waren (Heidi und Elli :) ). In Chiang Mai (letzter Post) waren wir laenger als wir eigentlich vorhatten, insg. so an die 10 Tage! Das lag zum einen daran, dass die Stadt echt nett ist (Grossstadt mit gemuetlichem Kleinstadtflair) und, dass wir uns fuer die kommende Reiseroute entscheiden mussten. Wir sind dann mit einem "lokalen" kleinen Abenteuerbus nach Chiang Rai! Dort waren wir allerdings nur 2 Tage, an denen wir uns ein Moped geliehen haben und in naeherer Umgebung einen Nationalpark (inkl. 70 Meter Wasserfall) und den "Weissen Tempel", ein Koenigsprojekt eines thailaendischen Kuenstlers angeschaut haben. Von Chiang Rai gings mit dem naechsten lokalen Abenteuerbus an die Grenze zu Laos. I n Hua Xai sind wir dann mit einem kleinen Boot ueber den Mekong auf die laotische Seite uebergesetzt und haben uns dort in knapp 'ner halben Stunde und relativ problemlos unsere Laosvisa besorgt. Kaum angekommen, bemerkt man auch schon den Unterschied zwischen Thailand und Laos. Wenns die Thais schon manchmal locker angehen, legen die Laoten da noch 'ne gute Schippe drauf und stressen sich mit gar nix! In Hua Xai haben wir dann in freudiger Erwartung einer gemuetlichen Flussfahrt, einen Zweitages-Trip nach Luang Prabang auf einem Boot den Mekong runter gebucht. Der hatte dann allerdings eher den Charakter eines Viehtransports gepaart mit einem Ausflug in einen schmuddligen englischen Pub! Das Boot, das eigentlich fuer so ca. 40-50 Laoten ausgelegt ist, war mit 130 westlichen Touristen vollgestopft (es war so eng, dass ich ernsthaft daran gedacht hab die restlichen paar 100km zu schwimmen), unter denen leider auch 10 Partybriten (eine Seuche hier) waren, die nichts besseres zu tun hatten als sich den ganzen Tag ein LaoBier am anderen reinzuschuetten (singen um 11 und kotzten so gegen 13 Uhr!). Zwischenstopp nach dem ersten Tag war in Pakbeng fuer eine Nacht, am naechsten Tag ging es genauso weiter. In Luang Prabang angekommen, haben wir dann fluchtartig den englischen Viehtransporter verlassen und uns erstmal ein gemuetliches Hostel gesucht. Luang Prabang war frueher mal die Hauptstadt von Laos und ist heute noch immer das religioese Zentrum des Landes, was man sehr gut an den in leuchtendem Orange gekleideten Moenchen feststellt, die in reichlicher Zahl die Strassen und Kloester bevoelkern. Von Luang Prabang sind wir dann in einem Level 2 Abenteuerbus (laotische Strassen!) bis nach Vientianne, der Hauptstadt Laos, gefahren. Die Strecke war bis zum Einbruch der Nacht eigentlich ganz interressant. Vorbei an kleinen Doerfchen indenen die Menschen unter einfachsten Bedingungen in Bambushuettchen wohnen und auf den brandgerodeten Flaechen kaerglich wachsenden Mais anbauen. Momentan sind wir noch in Vientianne, das wir heute abend Richtung Sueden verlassen.
Um den Blogtitel zu erklaeren, wir sind hier wirklich Millionaere, denn die laotische Waehrung ist der Kip und der hat nen Kurs von 100Euro=1.250.000Kip!
Zum Gemuet der Laoten passt ein Zitat der frueheren franzoesischen Kolonialherren sehr gut: "Die Vietnamesen bauen den Reis an, die Kambodschaner schauen ihm, und die Laoten hoehren ihm beim wachsen zu". Die fruehere Praesenz der Franzosen bemerkt man hier ueberall. In groesseren Staedten an den verfallenden Kolonialhaeusern und sogar auf dem Land an dem guten Kaffee und nicht zuletzt an den guten und ueberall erhaeltlichen Baguettes und Croissants! Eine Wohltat nach dem brotlosen Thailand.
Zu den Bildern:
oben: Natalie im weissen Tempel. Man darf Tempel nur mit bedeckten Knien betreten, deshalb traegt sie dieses sehr kleidsame Bettlaken.
mitte: Moenche bei ihrem morgendlichen Almosengang.
unten: der That Luang, das Nationalheiligtum von Laos, in Vientianne.

Liebe Gruesse und haltet durch, es wird auch wieder warm.